Alles rund um den Honig

 

 

Alles rund um den Honig

Honig ist lecker, gesund, vielseitig und eine Wissenschaft für sich. In dem Thema kann man sich richtig verlieren, wenn man eintaucht in die unterschiedlichen Sorten, die Entstehung und besonderen Rezepte mit dem goldenen Saft.

Wir sind vom Honig total fasziniert, haben uns mit seinen vielen Facetten mal näher auseinandergesetzt und zum Teil Erstaunliches herausgefunden.

 

Von den Bienchen und den Blümchen

Wie entsteht eigentlich Honig? Um es vorweg zu nehmen: Die Bienen brauchen uns Menschen nicht, um Honig herzustellen. Das können sie ganz allein und sind dabei ziemlich genial. Sie sammeln Nektar und Pollen, um sich davon zu ernähren und Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden. Dabei reichern sie durch mehrmaliges Einsaugen und wieder Abgeben die zuckrig-wässrige Lösung mit Enzymen und Proteinen an. Außerdem wird der Saft auf diese Weise immer weiter verdickt bis die Bienen ihn schließlich in den Waben einlagern. Jetzt ist der Honig für sie fertig. Doch für den menschlichen Verzehr fehlt noch ein kleines Stück.

 

Naturprodukt Honig

Der Imker entnimmt später die Wabenzellen, entfernt vorsichtig die Wachsschicht, mit der diese verschlossen sind und schleudert nun den Honig aus den Zellen. Damit dieser nicht kristallisiert, wird es fleißig gerührt und dann in Gläser abgefüllt. In Deutschland gibt es zudem eine Honigverordnung, nach der man diesem weder etwas zusetzen noch entziehen darf, damit die Qualität des Naturproduktes gewährleistet ist. Daher solltet ihr beim Honigkauf immer darauf achten, dass dieser aus Deutschland stammt und auf dem Etikett kein Hinweis zu finden ist, der „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ lautet.


Warum Honig und kein Zucker?

Honig enthält weniger Kalorien als Zucker. Außerdem ist er aufgrund seiner entzündungshemmenden Enzyme, bioaktiven Stoffe und Antioxidanten gesund. Besonders Herz und Blutdruck profitieren positiv davon. Falls ihr hier genauer ins Gesundheitsthema einsteigen wollt, dann guckt am besten bei unserem Blogbeitrag vom 16. Juli vorbei. Da haben wir uns bereits eingehend mit diesen Aspekten des Honigs beschäftigt.

 

Honig in Hülle und Fülle

Dass Honig nicht gleich Honig ist, sieht man auch beim Blick auf die vielen unterschiedlichen Sorten, die sich im Herkunftsgebiet, in den Bezugspflanzen und durch die Art der Gewinnung unterscheiden. Geschmack, Farbe und Konsistenz variieren zuweilen deutlich. Die zehn gängigsten Sorten haben wir deshalb im Folgenden einmal für euch aufgelistet.

 

1. Blütenhonig

Unter Blütenhonig versteht man alle Honigsorten, die aus vielen verschiedenen Pflanzenarten von den Bienen gesammelt wurden, die also keiner speziellen Blütensorte und keiner Herstellungsart zuzuweisen sind.

 

2. Waldhonig

Hier treffen wir bereits auf die erste besondere Honigsorte, denn beim Waldhonig wird von den Bienen kein Nektar aus dem Inneren der Blüten gesammelt. Sie gewinnen ihn vielmehr aus den Ausscheidungen der Blattläuse und Insekten, die diese auf den Pflanzenteilen hinterlassen. Dieser dunkelbraune Honigtau schmeckt in der Regel aromatisch und würzig und stammt vorwiegend von Fichtenwäldern.

 

3. Lindenhonig

Beim Lindenhonig sammeln die Bienen den Nektar aus den Lindenblüten. Hinzu kommt oft auch ein Anteil an Honigtau von den Lindenbäumen. Da diese ätherische Öle enthalten, tut dies auch der Lindenhonig, weshalb ihm heilende Eigenschaften nachgesagt werden. Er schmeckt fruchtig mit einer leichten Mentholnote.

 

4. Lindenblütenhonig

Im Gegensatz zum Lindenhonig enthält der Lindenblütenhonig ausschließlich Nektar der Lindenblüten. Honigtau ist in ihm nicht zu finden. Als Sortenhonig hat er eine nahezu weiße Farbe.

 

5. Heidehonig

Dieser Honig ist goldbraun mit einem rötlichen Schimmer. Er ist herb und würzig und in der Konsistenz eher zäh. Erikapflanzen und Besenheide bilden die Basis. Zudem ist dieser Honig mit einem geringfügig höheren Wassergehalt ausgestattet, was es schwierig macht, ihn zu gewinnen, so dass hier Handarbeit gefragt ist.

 

6. Akazienhonig

Akazienbäume südlicher Länder mit einem subtropischen Klima sind die Lieferanten des Akazienhonigs. Dieser ist mild, recht klar und eignet sich hervorragend zum Süßen von Tee oder Desserts. 

 

7. Rapshonig

Als Klassiker unter den heimischen Sorten gilt der Rapshonig. In Deutschland weit verbreitet, ist seine milde Süße besonders bei Kindern beliebt.

 

8. Sommerblütenhonig

Himbeeren und Brombeeren sind unter anderem die Lieferanten für den Sommerblütenhonig, der dunkelgelb ist, aromatisch und zugleich süß schmeckt. Die saisonale Sorte wird zwischen Juni und September aus dem Nektar unterschiedlichster Sommerblumen und Beerenblüten hergestellt.

 

9. Wildblütenhonig

Bei diesem Honig ist es unmöglich, die genaue Zusammensetzung zu benennen. Die Bienen suchen sich den Nektar aus den verschiedenen Wildblüten zusammen, die sich rund um den Bienenstock befinden. Voraussetzung ist, dass sich dieser in einem geschützten Gebiet mit genügend Wildblumen befindet. Diese finden sich hierzulande vorwiegend in der Alpenregion, dem Mittelgebirge und Naturlandschaften im Osten des Landes.

 

10. Manuka-Honig

Manuka-Honig ist eine Besonderheit unter den Honigsorten und wird oft als Heilmittel eingesetzt. Mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten haben wir uns ebenfalls in unserem Blogbeitrag vom 16. Juli ausführlich beschäftigt. Dort könnt ihr euch umfassend informieren. Deshalb sei er an dieser Stelle nur in Kürze erwähnt. Er stammt von speziellen Bienenvölkern Neuseelands und enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die Viren, Bakterien und Pilze bekämpfen können. 

Für welchen Honig man sich nun entscheidet, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Ansonsten gilt wie überall im Lebensmittelsektor: Regional und bio ist besser als global. Mit der Unterstützung der inländischen Imker tragt ihr ein kleines Stück zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Durch kurze Transportwege ist hier auch die CO2-Bilanz besser.
Eine Vielfalt an unterschiedlichen Honigsorten findet ihr auch bei uns im Stadtzentrum. Das Reformhaus Engelhardt zum Beispiel führt hochwertige Honige, aus denen ihr eure zukünftigen Lieblingssorte herausprobieren könnt.

 

Kulinarischer Geheimtipp: Geröstete Radieschen mit Honig

So vielfältig das gesamte Thema rund um den Honig ist, so variantenreich sind auch die Rezepte hiermit. Am Ende dieses Beitrags möchten wir euch noch eines vorstellen, welches wir sehr besonders und lecker finden.

Ihr braucht zwei Bund Radieschen (nicht zu große), 2 EL ungesalzene Butter, 2 EL Rotweinessig, 2 EL Honig, ein paar Chiliflocken, Salz, Pfeffer und ein bisschen Olivenöl.

Los geht’s! Ofen auf 180 Grad vorheizen, Radieschen vom Grün befreien und gründlich waschen. Olivenöl in eine große Pfanne geben und erhitzen, Radieschen dazugeben und ca. drei Minuten anrösten bis sie leicht gebräunt sind. Nun die feuerfeste Pfanne 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen stellen bis die Knollen anfangen weich zu werden. Anschließend aus dem Ofen zurück auf den Herd stellen, ein paar Chiliflocken, Salz und Pfeffer je nach Geschmack dazugeben. Zuletzt wird die Butter beigemischt und alles zusammen noch einmal 3 Minuten gebraten, bis die Butter geschmolzen ist und anfängt nussig zu durften. Nun wird der Essig auf die Radieschen gegeben und anschließend auch endlich der Honig. Alles wird noch einmal vorsichtig vermischt und warm serviert! Wir waren begeistert und hoffen, ihr seid es auch!

 

 

 

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